Bauvorhaben: Architektonische Planung der Heizwerke
Bauherr: jeweilige Genossenschaften
Ort: Untermoi, Pfalzen, Mühlwald / Pustertal / Südtirol
Baubeginn: 2008, 2009, 2011
Fotos: : Hannes Kofler

Fernheizwerk Mühlwald

Das Fernheizwerk in Mühlwald wurde am nördlichen Ortsrand auf einem steilen Grundstück errichtet. Das neue Gebäude wurde in die bestehende Topografie eingefügt, ohne den bestehenden Hang wesentlich zu verändern.

Der Verteiler- und der Kesselraum des Heizhauses können über große Tore im Süden direkt angefahren werden. Von Osten gelangt man über eine Zufahrtsrampe auf das befahrbare Dach des Gebäudes zur Lagerfläche und zur Füllöffnung für Schüttgut.

Die einfache Gebäudestruktur aus Beton bietet die notwendigen Nutzflächen für die technischen Anlagen auf den verschiedenen Ebenen. Der Kesselraum auf der untersten Ebene beinhaltet die Brenntechnik. Das unterirdische Lager wird von oben über die Füllöffnung mit Schüttgut versorgt.

Ein Verwaltungsbüro mit angeschlossener Sanitärzelle ergänzen das Raumprogramm und werden aus dem Verteilerraum über eine kleine Treppe erschlossen.

Auch die oberirdische Lagerfläche wurde in den Hang hinein gebaut und zusätzlich durch ein auskragendes Dach geschützt. Das Heizhaus wurde an die öffentliche Kanalisierung und an die öffentliche Trinkwasserleitung angeschlossen.

Fernheizwerk Pfalzen

Das Fernheizwerk in Pfalzen wurde am südlichen Ortsrand auf einem mit durchschnittlich 11% (6°) nach Norden geneigten Grundstück errichtet. Die technischen Einrichtungen der Heizzentrale erforderten Raumhöhen von bis zu 13m. Der Flächenbedarf lag bei etwa 550m² für das Heizhaus und weiteren 400m² für Neben- und Verwaltungsflächen.

Die Heizzentrale ist auf mehreren Ebenen aufgebaut. Ganz unten die Container für die Entleerung der Grobasche. Die Ebene darüber die Fläche für die Biomassenkessel und die Quereinbringung des Hackgutes aus den Silos (gegenüber dem Eingangsniveau um 2m abgesenkt). 1m höher liegen die Lagersilos der Hackschnitzel, die Reservekessel und die gesamte Verteileranlage. Im Obergeschoss sind noch ein Verwaltungsbüro und die zugehörigen Nebenräume untergebracht. Diese können auch von außen erschlossen werden. Eine direkte Verbindung mit dem Kesselraum ist über eine interne Treppe gegeben.

Das große Freilager für die Hackschnitzel im Süden ist in das natürliche Gelände eingeschnitten. Die Fläche wurde den mengenmäßigen Erfordernissen des Heizwerkes angepasst. Aus Sicherheitsgründen ist das gesamte Gelände eingezäunt.

Durch das Absenken der Flächen und Bauvolumina konnte das Gebäude gut in das natürliche Gelände integriert werden. Die große Dachfläche wurde begrünt und fügt sich gut in das Landschaftsbild ein. Der erforderliche Einschnitt in die natürlich gewachsene Waldlandschaft ist auf jeden Fall sichtbar, wurde aber durch Wiederaufforstungen im nordseitig angrenzenden Grundstück und eine sorgfältige Materialauswahl und Verarbeitung auf ein verträgliches Maß reduziert.