Bauvorhaben: Energetische Sanierung, Umbau und Erweiterung eines privaten Wohnhauses
Bauherr: Privat
Ort: Gais / Pustertal / Südtirol
Baubeginn: 2010
Fotos: Hannes Kofler

Ursprünglich bestand die zu sanierende Wohnung aus zwei Zimmern, einem Gang, einem Balkon, einem Dachraum und zwei Kellern mit Gang und einer langen Liste an Defekten, die es zu beheben gab: unsichere und schlecht gedichtete Eingangtür, beschädigte Innentüren, Holzklappläden, nicht isolierte Rolllädenkästen, ungedämmte Außenwände, Rohdecken mit geglättetem Estrich, abgenutzte bzw. beschädigte Bodenbeläge, veraltete Heizkörper mit ungedämmten Zuleitungen, nicht konforme Kamine, ungedämmtes und witterungsgeschädigtes Dach …

Nach der energetischen Sanierung mit Kubaturerweitung bestand die Wohneinheit aus einer Küche (kochen, essen), einem Wohnraum, einem Zimmern, einem Bad, einer Garderobe, einem Abstellraum, einer Speis und 4 Dachräumen. Eine Terrasse rundete das Raumprogramm ab.

Die Einheit erhielt einen eigenen Eingang von Außen, der von den restlichen Eingängen der Einheiten des Gebäudes unabhängig ist. Dieser wurde über eine neu zu errichtende Außentreppe (Betontreppe mit Natursteinbelag) zugänglich gemacht. Die Oberfläche (Parkflächen) wurde mit Pflastersteinen mit entsprechendem Unterbau befestigt.

Die erforderlichen neuen Außenwände wurden aus Holz Poroton- Ziegelwänden mit einer Stärke von 25 cm ausgeführt. Der genaue Wandaufbau von Innen nach Außen (Dachgeschoss) besteht aus Innenputz, Ziegelwand, Kreuzweise angebrachte Holzlattung, Ausfachung der Holzlattungen mit Steinwolleplatten (28 cm Stärke), Winddichtung, Lattung (Hinterlüftung), Fassadenplatten. Im Bereich des Obergeschosses wurden die bestehenden Außenmauern (38 cm Ziegel) mit einem WDVS (EPS) in einer Stärke von 16 cm versehen.

Die Innentrennwände wurden als Ziegelwände, beidseitig verputzt, in geringen Teilen als Trockenelemente mit Metall/Holzstehern und beidseitiger Beplankung aus Gipsfaserplatten (doppelt) ausgebildet. Die vertikale Tragstruktur im Innenbereich wurde mit Stahlbetonsäulen und Stahlsäulen vervollständigt. Die neuen Auskragungen der Decke wurden aus vorgefertigten Holzelementen ausgebildet.

Die Öffnungen wurden mit Holzfenstern und Wärmeschutzverglasung und gedämmten Glasabstandhaltern versehen. Die Dachverglasung über dem Stiegenhaus wurde als Wärmeschutzglas ausgeführt und mit Klemmleisten auf vorgefertigtem Untergrund montiert.

Der Bodenaufbau in den Innenräumen wurde in Trockenbauweise ausgeführt und besteht aus einer Dämmschüttung / Schallschutzschüttung, Verlegeplatten als Trittschall- und Wärmedämmung, Gipsfaserplatten oder Anhydritestrich und dem aufgebrachten Bodenbelag. Der Anstrich im Innenbereich erfolgte mit Kalk- oder Mineralfarbe, die Hohlraumdämmung der Trockenbau- Trennwände mit Steinwolle.

Das Dach wurde als Sparrendach mit Zwischensparrendämmung und aufliegender, durchgehender Dämmebene, sowie luftdicht ausgeführter Dampfbremse an der Innenseite, bzw. aus vorgefertigten, gedämmten Holzbauteilen ausgeführt. Das Dach wurde mit einer, doppelt verlegten PVC Dichtungsbahn versehen, die Randabschlüsse wurden mit Abschlussschienen versehen, die Randstreifen verblecht. Die Dachfläche wurde mit einer Intensivbegrünung versehen.

Die neue Außenstiege wurde in Stahlbeton mit Natursteinstufen ausgeführt, ebenso die neue Kellerstiege. Die Außenfassade im Dachgeschoss wurde mit Fassadenplatten in einem Grauton (Typ Trespa o. ä.) versehen, die restlichen Fassadenflächen wurden verputzt.